Direkt zum Inhalt
Ende des Menüs
Zurück |

Definitionen und Erläuterungen

Gliederung nach dem Alphabet

»  Gliederung nach Sachgebieten

Dieser Katalog mit Erläuterungen von Begriffen, die in der amtlichen Statistik verwendet werden, wird ständig weiter vervollständigt und verbessert.
Einzelne Begriffe können je nach Sachgebiet inhaltlich unterschiedliche Bedeutungen annehmen.

ABCDEFGHIJKLMNOPRSTUVWZ

BegriffSachgebietErläuterung
NachlassverbindlichkeitenSteuern
Als Nachlassverbindlichkeiten (§10 Abs. 5, 6 ErbStG) gelten Schulden und Lasten, die vom erworbenen Vermögen abgezogen werden können. Zu den abzugsfähigen Nachlassverbindlichkeiten unterscheidet man zwei Gruppen:
1.   Schulden des Erblassers, wie z. B.
      -Bankschulden
      -Steuerschulden
      -Darlehens- und Hypothekenschulden
      -Duldungsauflagen
2.   Schulden des Erben, die sich als Folge des Erbfalls ergeben. Dazu gehören z. B.
      Beerdigungskosten
      Steuerberatungskosten
      Grabpflegeaufwendungen.
Ohne Nachweis können Kosten in Höhe von 10 300 EUR für die Abwicklung, Regelung, Verteilung und Erlangung des Erwerbs pauschal abgezogen werden.
NettoanspruchÖffentliche Sozialleistungen
Der Nettoanspruch ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Bruttobedarf und dem angerechneten Einkommen.
Nettoausgaben/-einnahmenFinanzen der öffentlichen Haushalte
↑ Gesamtausgaben/-einnahmen abzüglich der ↑ von anderen Ebenen des ↑ öffentlichen Bereichs empfangenen Zahlungen. Sie geben an, wie hoch die eigene Belastung bzw. das Mittelaufkommen an der Aufgabenerfüllung war.
NettoeinkommenBevölkerung, Mikrozensus
Das Nettoeinkommen ergibt sich aus dem Bruttoeinkommen abzüglich Steuern, Sozialversicherung und ähnlicher Beiträge. Bei unregelmäßigem Einkommen ist der Nettodurchschnitt im Jahr anzugeben. Bei Selbstständigen in der Landwirtschaft wird das Nettoeinkommen nicht befragt. Zum Nettoeinkommen zählen neben dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit auch Arbeitslosengeld I und II, Rente, Pension, Kindergeld, Wohngeld, Unterhalt durch Angehörige, eigenes Vermögen, Zinsen, eingenommene Mieten und Pachten, Sozialhilfe sowie weitere Unterstützungen. Die Ermittlung der Höhe erfolgt durch eine Selbsteinstufung der Befragten in die vorgegebenen Einkommensgruppen.
Nettokreditaufnahme ab 2010Finanzen der öffentlichen Haushalte
Aufnahme von Schulden beim nicht-öffentlichen und öffentlichen Bereich minus Tilgung von Schulden beim nicht-öffentlichen und öffentlichen Bereich.
Nettokreditaufnahme bis 2009Finanzen der öffentlichen Haushalte
Aufnahme bei Kreditmarktschulden minus Tilgung von Kreditmarktschulden.
NettowärmeerzeugungEnergie- und Wasserversorgung
Die Nettowärmeerzeugung ist die von einem Heizkraftwerk an ein Netz oder einen Produktionsprozess abgegebene und gemessene Wärme.
NeuerrichtungenUnternehmen, Gewerbeanzeigen, Insolvenzen
Die Neuerrichtung ist der Beginn einer gewerblichen Tätigkeit (Neugründung) oder die Gründung nach Umwandlungsgesetz (z.B. Verschmelzung, Spaltung).

Die Verlegung eines Betriebes aus einer anderen Gemeinde (auch innerhalb des Zuständigkeitsbereiches eines Landratsamtes) ist als Zuzug gesondert ausgewiesen.
NeugründungenUnternehmen, Gewerbeanzeigen, Insolvenzen
Unter Neugründungen (Eröffnung eines Gewerbes) sind die Betriebsgründungen und sonstige Neugründungen zu verstehen.
Nicht erwerbsfähige LeistungsberechtigteArbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit
Alle Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit und eventueller rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens 3 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten, können als nicht erwerbsfähige Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft bei Hilfebedürftigkeit Leistungen erhalten.
In Abgrenzung zum nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach SGB II erhalten die nicht erwerbsfähigen Personen, die nicht in Bedarfsgemeinschaften mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten leben, Leistungen im Rahmen der Sozialhilfe gem. SGB XII.
Nicht ständige familienfremde ArbeitskräfteLand- und Forstwirtschaft
Bis 2007
Nicht ständige familienfremde Arbeitskräfte sind Personen, die im Berichtszeitraum (Monate Mai des Vorjahres bis April des laufenden Jahres) weniger als drei Monate für Rechnung des Betriebsinhabers, auch wenn nur gelegentlich, mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt sind, z.B. zur Überwindung von zeitweilig auftretenden Arbeitsspitzen. Nicht hierzu zählen Arbeitskräfte, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe oder im Auftrag von Lohnunternehmen im Betrieb tätig sind.

Ab 2010
Saisonarbeitskräfte sind nicht ständig beschäftigte Arbeitskräfte mit einem auf weniger als sechs Monate befristeten Arbeitsvertrag. Der Berichtszeitraum der Beschäftigung sind die Monate März des Vorjahres bis Februar des laufenden Jahres.
Nichtärztliches PersonalGesundheitswesen
Dabei handelt es sich um alle in der Einrichtung beschäftigten Personen, die nicht zum ärztlichen Personal zählen, z.B. Pflegepersonal, medizinisch-technisches Personal, Verwaltungspersonal usw.
Nichteheliche LebensgemeinschaftZensus
Eine nichteheliche Lebensgemeinschaft ist ein gemischtgeschlechtliches Paar in einem Haushalt, das gemäß gesetzlichem Familienstand zum Stichtag nicht miteinander verheiratet war.
NichteinschulungBildung und Kultur
Nichteinschulungen können Zurückstellungen oder Befreiungen sein.
NichterwerbspersonenBevölkerung, Mikrozensus
Nichterwerbspersonen sind im Rahmen des Mikrozensus alle nicht im Erwerbsleben stehenden Personen (z.B. Schulkinder, Nurhausfrauen, Rentner).
NichterwerbspersonenZensus
Personen, die weder erwerbstätig noch erwerbslos sind, gelten als Nichterwerbspersonen.
NichterwerbstätigerPrivate Haushalte
Zusammenfassung der Haushalte von Pensionären, Rentnern, Sozialhilfeempfängern, Altenteilern, nicht oder nicht mehr im Erwerbsleben stehenden Personen, die vom eigenen Vermögen (Vermietung, Verpachtung) oder von privaten Unterstützungen und dgl. leben, ferner Studenten, die einen eigenen Haushalt führen. Die Zuordnung zu den Nichterwerbstätigen erfolgte auch dann, wenn kleinere oder unregelmäßige Einkünfte aus Erwerbstätigkeit vorhanden waren.

Bei Haupteinkommensbeziehern, die sich in Elternzeit (Erziehungsurlaub) befinden, eine Rückkehrgarantie des Arbeitgebers haben und ihren Arbeitsvertrag nicht gekündigt haben, gilt die soziale Stellung vor Antritt des Erziehungsurlaubes; ansonsten sind diese den „Nichterwerbstätigen“ zuzuordnen.
Nichtlandwirtschaftliche BetriebsgebäudeGebäude und Wohnen
Nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude sind Nichtwohngebäude, die nicht land- oder forstwirtschaftlichen, Gärtnerei- oder Fischereizwecken dienen. Sie werden unterteilt in Fabrik- und Werkstattgebäude, Handels- und Lagergebäude, Verkehrsgebäude, Hotels, Gasthöfe und Fremdenheime, Pensionen, Gaststättengebäude und andere nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude, wie z.B. Filmtheater, Spielbanken, Ateliergebäude.
Nichtschüler (Externe)Bildung und Kultur
Der Hauptschulabschluss und der Realschulabschluss können extern erworben werden. An der Prüfung können Bewerber teilnehmen, die nicht Schüler einer Regelschule, einer Gemeinschaftsschule, eines Gymnasiums, einer Gesamtschule, einer Förderschule, einer Berufsschule oder einer Berufsfachschule sind und das 16. Lebensjahr vollendet haben. Mit der externen Abiturprüfung kann die allgemeine Hochschulreife ohne den Besuch eines Gymnasiums, einer Gemeinschaftsschule, eines beruflichen Gymnasiums oder eines Kollegs erworben werden.
NichtwohngebäudeGebäude und Wohnen
Gebäude, die überwiegend für Nichtwohnzwecke bestimmt sind, d.h. Gebäude, in denen mehr als die Hälfte der Gesamtnutzfläche Nichtwohnzwecken dient (z.B. Büro- und Verwaltungsgebäude, Anstaltsgebäude, Fabrikgebäude, Hotels usw.).
NutzflächeGebäude und Wohnen
Unter der Nutzfläche werden die anrechenbaren Flächen in Gebäuden oder Gebäudeteilen nachgewiesen, die nicht Wohnzwecken dienen. Sie errechnet sich aus der Differenz zwischen der Nettogrundrissfläche, die der Nutzung und Zweckbestimmung des Bauwerkes insgesamt dient, und der Wohnfläche.
Nutzungsart der WohnungZensus
Die Art der Wohnungsnutzung beschreibt, ob und von wem (Mieter/-in oder Eigentümer/-in) die Wohnung zum Stichtag genutzt wird.
- Von Eigentümer/-in bewohnt: Wenn mindestens eine/r der Bewohner/-innen Eigentümer/-in der Wohnung ist.
- Zu Wohnzwecken vermietet (auch mietfrei): Wenn keine/r der Bewohner/-innen Eigentümer/-in der Wohnung ist, unabhängig davon, ob für die Wohnung Miete gezahlt wird oder diese mietfrei überlassen ist.
- Ferien- und Freizeitwohnung: Wohnung, in der Personen lediglich ihre Freizeit verbringen (z. B. am Wochenende, während des Urlaubs, der Ferien usw.). Sie kann von einem privaten Eigentümer/einer privaten Eigentümerin selbst genutzt oder dauerhaft an eine dritte Person zur Freizeitnutzung vermietet (oder kostenlos überlassen) werden. Ferienwohnungen, die ständig gewerblich-hotelmäßig genutzt werden, gehören nicht dazu.
Nutzungsgrad der BettenGesundheitswesen
Hiermit wird prozentual zum Ausdruck gebracht, an wie vielen Tagen des Jahres ein Krankenhausbett bestimmungsgemäß genutzt wird.

»   nach oben

© Thüringer Landesamt für Statistik, Europaplatz 3, 99091 Erfurt – Postfach 90 01 63, 99104 Erfurt