Thüringer Landesamt für Statistik - Pressemitteilung


Erfurt, 05. Mai 2006 - Nr. 159

Frage der Woche Nr. 18 Im Bunde mit dem Klapperstorch

Am 5. Mai ist der Tag der Hebammen. Ein Beruf mit langer Tradition, denn es gab vermutlich schon immer Menschen, die den Frauen bei der Geburt beistanden.
Die meisten Kinder kommen in Thüringen in Krankenhäusern zur Welt. Zur Wahl stehen für die werdenden Mütter weiterhin Geburtshäuser, aber auch bei der Hausgeburt darf die Hebamme nicht fehlen.

Wie viel Prozent der in Thüringer Krankenhäusern tätigen Hebammen/ Entbindungspfleger sind Frauen?

   A.   98 Prozent
   B.   99 Prozent
   C. 100 Prozent

Lösung

 Die richtige Antwort ist C: 100 Prozent  

Der Beruf der Hebamme ist ein ausgesprochener Frauenberuf. Im Jahr 2004 arbeiteten in den 29 Thüringer Krankenhäusern mit Entbindungsstationen 197 Hebammen/ Entbindungspfleger. Damit ist dieser Beruf vollständig in der Hand der Frauen. Sie betreuten 16 029 Frauen bei der Geburt und halfen 16 259 Kindern das Licht der Welt zu erblicken. 60 Prozent der Hebammen in Thüringen arbeiteten in Teilzeit.
In Deutschland gab es unter den 8 226 hauptberuflichen Hebammen und Entbindungspflegern in Krankenhäusern drei Männer.

Nicht immer verlaufen die Schwangerschaften und Entbindungen komplikationslos. Bei rund 43 Prozent der Geburten mussten im Jahr 2004 zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. In 335 Fällen war es eine Zangengeburt (335) oder Vakuumextraktion  261). 3 962 Mal wurden die Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. In 1 133 Fällen gab es Komplikationen und 1 174 Frauen wurden wegen einer Fehlgeburt behandelt.

In den Thüringer Berufsfachschulen lernen im Schuljahr 2005/06 insgesamt 30 Mädchen den Beruf Hebamme. 14 Mädchen sind im 1. Lehrjahr und 16 im 3. Lehrjahr.

Im Jahr 2004 arbeiteten in den Thüringer Krankenhäusern 150 hauptamtliche Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, davon 78 Männer und 72 Frauen. Ähnlich wie bei den Hebammen/ Entbindungspflegern fällt das Verhältnis unter den 929 hauptamtlichen Kinderkrankenschwestern/-pflegern aus, hier gab es nur 5 Männer.